Der Datenfluss zwischen den Marktpartnern der Forst- und Holzindustrie stellt in der Logistikkette (supply chain) ein zeitlich unkalkulierbares Hemmnis dar. Holzlisten und Werkmaßprotokolle werden bis heute in weiten Teilen in analoger Form auf Papier an den Partner weitergegeben.
Diese "traditionelle" Vorgehensweise verursacht einen Bruch in der Prozesskette und erfordert teilweise eine mehrfache Datenaufnahme aufgrund unterschiedlicher Betriebssysteme sowie einen unnötigen Zeitverzug bei der Datenbereitstellung. Durch die Vielzahl der in der Forst- und Holzbranche Verwendung findenden Betriebssysteme existiert auch kein allgemein gültiger Datenbankstandard, der einen online-Datenaustausch auf Datenbankbasis möglich und somit die redundante Datenerfassung überflüssig machen würde.
Nur eine fachlich abgestimmte Schnittstelle ermöglicht allen Beteiligten, miteinander in einer einheitlichen "Sprache" zu kommunizieren. In den neunziger Jahren versuchten verschiedene Betriebe der Forst- und Holzindustrie inselartige Kundenschnittstellen aufzubauen. Erfahrungsgemäß sind derartige Entwicklungen sehr kostenintensiv und i.d.R. von kurzer Anwendungsdauer.
Die Erkenntnis über das hierin verborgene Rationalisierungspotenzial und das Bewusstsein über die Notwendigkeit der Straffung der "workflows" zwischen den Marktpartnern mündeten in die Entscheidung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) sich dieser Thematik anzunehmen. Es wurde beschlossen in enger Kooperation einen gemeinsamen, bundesweiten Standard entsprechend den Beispielen aus der Automobilindustrie zu entwickeln. Damit diesem sollen kostenintensive "Insellösungen" vermieden werden.
Mitte 2000 wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe "Elektronischer Datenaustausch Holzdaten" aus Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft unter der Leitung der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg eingesetzt, und ein einheitlicher Schnittstellenstandard zur Übertragung von Holz- und Prozessdaten entwickelt.
Bei der Entwicklung wurde höchster Wert auf breite Anwendbarkeit im Bereich der Betriebssysteme sowie auf hohe Transparenz hinsichtlich der Datenbereitstellung unter den möglichen Einzelteilnehmern gelegt. Die Beteiligung von Vertretern aller Branchen gewährleistete die Berücksichtigung der unterschiedlichsten Belange.
Nach 2-jähriger Entwicklungsdauer war erstmals gelungen, einen bundeseinheitlichen Standard zur Datenübertragung zwischen der Forst- und Holzwirtschaft zu entwickeln. Er ermöglicht neben den einzelnen Holzdaten (bisher Holzliste) auch prozessbestimmende Informationen, wie z.B. Vertrags-, Rechnungs- und Lieferdaten, in kürzester Zeit und „online“ auszutauschen und ist deshalb wichtiger Bestandteil im „supply-chain-management“.
Im Rahmen der Interforst 2002 wurde der die Pflege des Datenstandard an Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. übergeben. Das Seit dem zusammen mit der Nutzergruppe für den Standard verantwortlich ist. Im Laufe dieser Pflege wurde der Standard überarbeitet, so das zurzeit die Version 2.0 gültig ist.
Seit dem 3.2008 steht ELDAT in der Version 2.0 zur Verfügung,
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