In der vorliegenden Marktübersicht sind mobile Holzhacker mit schneidenden Werkzeugen erfasst, die mindestens 10 cm dickes Rohholz verarbeiten können. Maschinen mit stumpfen schlagenden Werkzeugen (Schredder) sind nicht berücksichtigt.
Wie in vielen anderen Bereichen der Forstwirtschaft schlagen sich die Einflüsse der energetischen Holznutzung besonders in der Forsttechnik nieder. Diese Tatsache trifft auch für die Entwicklung von Hackern zu, was sich auch am Umfang der neuen Marktübersicht erkennen lässt. So enthält die aktuelle Marktübersicht 355 Maschinen in 4 Gruppen:
Die Hackeranzahl entspricht mit 355 dabei einer Steigerung um 75 % gegenüber der letzten Marktübersicht aus dem Jahre 2006. Während die Zahl bei den Dreipunktanbauhackern stabil geblieben ist hat sich der Anteil der selbst fahrenden Hacker nahezu verdoppelt und die angehängten Hacker weisen ebenfalls einen Zuwachs von 75 % auf.
Parallel zu dieser Entwicklung im Bereich der „Hardware“ entwickelt sich ein zunehmendes Bewusstsein für die Vielfalt des Hackschnitzels. Dies gilt insbesondere für seine Spezifikationen hinsichtlich Form und Inhalt wie auch hinsichtlich seines Einsatzzwecks. Da diese Faktoren direkten Einfluss auf den Hacker bzw. die Hacktechnik haben sowie auf die Gestaltung der Gesamtprozesskette (Grafik 01) sollte im Vorhinein bekannt sein was für ein Hackschnitzel produziert werden soll.
Grafik 01: Beispiele für Prozessketten, B. Heinrich KWF
Grundsätzliche Fragen hierbei sind:
Aus diesem Grund sollten die Hackschnitzelspezifikationen bzw. deren Bandbreite vor der Investition bekannt und demzufolge auch Teil der Hacker-Liefervereinbarungen sein, dito gilt für die zu produzierenden Mengen.
Prozessketteneinbettung
Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat wurde und wird diesem Punkt zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, zumal bei den professionellen Hackschnitzelproduzenten der Hacker i. d. R. das mit Abstand teuerste Glied (Stundensatz) der Prozesskette darstellt. Deshalb hier noch ein paar Punkte die vor der Anschaffung eines Hackers unbedingt bekannt und berücksichtigt sein sollten für den künftigen Regelfall.
Hierbei handelt es sich um Punkte die im Gegensatz zu den o. g. keinen Einfluss auf die Form des produzierten Hackschnitzels haben:
Die isolierte Betrachtung einer Maschine / eines Prozessabschnitts ist erst in der Endphase Ziel führend, wenn die zuvor genannten Punkte bekannt sind und ein direkter Vergleich möglich ist. Nur in der Gesamtbetrachtung der Prozeskette(n) vom Wald bis zum Endprodukt beim Abnehmer lassen sich sowohl Sinnhaftigkeit wie auch die Art der Investition abschätzen.
Warum aber sind Hacker nach wie vor für Unternehmer interessant?
Die Hackschnitzelproduktion kann einem Unternehmen durchaus ein neues Geschäftsfeld eröffnen oder ein bestehendes erweitern. Des Weiteren wird das innerbetriebliche Risikosplitting durch ein breiteres Dienstleistungsangebot verbessert. Darüber hinaus werden Hacker nicht nur zur Produktion von Waldhackschnitzeln eingesetzt sondern ebenso für Landschaftspflegeholz sowie Hölzern von Kurzumtriebsplantagen.
Für darüber hinaus gehende Fragen wenden Sie sich an:
Bernd Heinrich